Wie Kälber Kuhmpel werden

Muhki (links) und Kuhno standen sich erstmal mit gesenkten Häuptern gegenüber - heute haben sie sich zum Fressen gern.

Muhki (links) und Kuhno standen sich erstmal mit gesenkten Häuptern gegenüber und spielten „Böckle-Buff“.

Hey Leute! Was bin ich froh, dass es hier auf dem Portal endlich weitergeht! Diese Rindviecher, also ich meine unsere Journalisten, die stehen inzwischen fast mehr auf der Weide als sie am Computer sitzen. Okay, ich gebe zu, dass Kuhno und ich nicht gerade unschuldig daran sind… Aber vieles von unserer Geschichte wäre wahrscheinlich schon längst vergessen, wenn mein Kuhkopf nicht beständig mitgewachsen wäre, so dass ich mir immer mehr merken konnte.

Jetzt erzähle ich Euch erstmal, wie Kuhno und ich uns eigentlich kennengelernt haben:
Nachdem Kuhno in seinem Übergangsquartier, einem Pony-Anhänger, gesundheitlich auf die Beine gekommen war, durfte er zu mir in die Muhki-Bude. In einem Roundpen – also so einer Art Pferde-Manege – sind wir das erste Mal zusammengetroffen.

Irgendwie schien er zunächst etwas Angst vor mir zu haben. Dabei wollte ich nur spielen… Aber da es ihm immer noch nicht wirklich gut ging, war er beim Wegrennen schnell außer Puste, so dass ich ihn einholen konnte. Und dann war ausgiebig „Böckle-Buff“ angesagt.

Ich war sauglücklich, endlich einen Kuhmpel bei mir zu haben und nicht mehr tierisch alleine in meiner Weidehütte zu stehen! Jetzt war die Langeweile dahin. Außerdem – und das war verdammt lecker – bekam Kuhno noch Milch.

Ehrlich gesagt, habe ich nur wenige Male überhaupt echte Milch bekommen. Denn ich wurde, wie das ja in der industriellen Massentierhaltung üblich ist, mit „Milchbrause“ aufgezogen. Das ist so ein Pulver, das mit Wasser und so verrührt wird. Da soll alles drin sein, was man als Kalb so braucht. Schlecht geschmeckt hat’s nicht. Aber Muttermilch ist natürlich besser!

Allzuviel Vollmilch habe ich allerdings auch aus Kuhnos Nuckeleimer nicht erwischt. Denn – es muss Zufall gewesen sein…: Immer wenn die Milch kam, hat man mir einen Eimer Pressfutter hingestellt. Und das habe ich nun wirklich zum Fressen gern! Ich hatte sogar den Eindruck: Je langsamer Kuhno trinkt, desto mehr Pellet-Nachschläge bekomme ich. Die letzten Schlücke aus dem Eimer habe ich mir trotzdem meist gesichert. Das war großartig! Mir läuft noch jetzt das Wasser im Mund zusammen, wenn ich an diese Zeit denke!

Sorry, das war’s für heute – jetzt muss ich erstmal zur Heuraufe…

Keep Kuhl!

Eure Muhki