Wir Rindviecher

Muhki

MuhkiIch bin die Herden-Chefin und heimliche Betriebsleiterin hier. Als Kalb wurde ich in einen industriellen Milchvieh-Betrieb hineingeboren. Dem Recherche-Projekt „Tierisch KUHL“ habe ich es zu verdanken, dass ich dort herausgekauft wurde – für 40 Euro. Inzwischen bin ich zu einer jungen Kuh-Dame herangewachsen und lebe glücklich auf der eigens gekauften „Tierisch KUHL“-Weide.

 

 

 

MuhkiKuhno

Kuhno ist ein halbes Jahr jünger als ich und mein Kuhmpel. Todkrank kam er im Alter von drei Wochen zu „Tierisch Kuhl“. Sein Glück war, dass ihn ein Viehhändler aus einer industriellen Massentierhaltung herausgekauft hatte, für den Tiere nicht nur Ware sind. Der zitternde kleine Kerl bekam in seinem Kälber-Iglu sogar eine Kälber-Decke übergelegt. Im Schneetreiben hat ihn „Tierisch KUHL“ gekauft. Für 20 Euro. Als Abfallprodukt aus der Milch-Produktion. Inzwischen ist er kein kalb mehr, sondern ein junger Ochse.

 

Sonstige Rindviehcher

Die größten Rindviecher, das sind unsere Besitzer – Journalistinnen und Journalisten eben. Das Pressebüro PuBS GbR hat sich von Rechercheuren breitschlagen lassen, das Projekt „Tierisch KUHL“ zu begründen: Eine Rinderhaltung beim Landwirtschaftsministerium anzumelden und nicht zuletzt diese Homepage an den Start zu bringen. Die Inhalte von „Tierisch KUHL“ steuern externe Rechercheurinnen und Rechercheure bei, die nicht offiziell in Erscheinung treten können – sonst könnten Sie nicht mehr verdeckt recherchieren.

Begonnen hat das Recherche-Projekt mit folgendem Ansatz:

Ein Blick hinter die Kulissen der tierischen Lebensmittelproduktion.

Nicht justiziable Missstände sind im Fokus, sondern der ganz normale, in der Regel legale Wahnsinn. Es geht um die Zustände, die zwangsläufig in Industrie-Ställen entstehen, wenn wir nur 59 Cent für den Liter Milch zahlen (wollen oder können).

Darunter leiden die Tiere. Und die Mitarbeiter. Bis hinauf zum Betriebsleiter! Denn wer Landwirt wird, will in der Regel mit den Tieren und nicht gegen sie arbeiten. Letzteres ist allerdings vielfach Realität. Aufgrund von Zeitdruck und Sparzwang. Ausgelöst vom Preis-Diktat der Discounter und letztlich ihrer Kunden.

Die Kunden sind wir, das Gros der Verbraucher! Dabei würde uns – abseits jeder ethischen Überlegug – der Schäppchen-Joghurt schlicht nicht schmecken, wenn wir beim Verzehr vor Augen hätten, wie es vielen der Kühe geht, die ihre Milch dafür geben mussten.

Aber auch klassische Misstands-Berichte werden veröffentlicht – zum Beispiel aus dem Bereich des illegalen Vogelhandels.